Überprüft Metamorfon die inhaltliche Richtigkeit der von den Modellen erzeugten Informationen?
Nicht im Sinne eines allgemeinen Faktenchecks — aber Metamorfon beschränkt sich nicht mehr allein auf die Konfrontation zwischen Modellen. Seine Hauptfunktion bleibt die Orchestrierung der argumentativen Auseinandersetzung zwischen Modellen: ihre Voraussetzungen, ihre erkenntnistheoretischen Stile und ihre blinden Flecken sichtbar zu machen. Hinzu kommt nun ein Modus der Quellenprüfung, der die überprüfbaren Aussagen und Quellenangaben, die im Verlauf eines Austauschs entstehen, gezielt auditiert.
In der Praxis identifiziert dieser Modus Aussagen, die sich auf einen namentlich genannten Autor oder eine ausdrückliche Zahl (Prozentsatz, Verhältnis, datiertes Zitat) zurückführen lassen, und prüft dann per Websuche, ob die angeführte Quelle tatsächlich existiert und das trägt, was ihr zugeschrieben wird. Er beurteilt nicht die „Wahrheit“ einer Idee: er prüft, wer was sagt und auf welcher Grundlage.
Dieser Modus hat erklärte Grenzen, die man im Blick behalten sollte:
- Einen eingegrenzten Anwendungsbereich. Nur ausdrücklich zugeschriebene Aussagen (genannter Autor oder explizite Zahl) werden auditiert. Interpretierende Aussagen, unbelegte Verallgemeinerungen oder Verweise ohne klare Referenz fallen nicht in seinen Bereich.
- Eine Abhängigkeit von der Websuche. Wenn das eingesetzte Modell keine tatsächliche Websuche durchgeführt hat, kann kein Urteil als verlässlich gelten — der Modus zeigt dies ausdrücklich an und schlägt vor, es mit einem anderen Modell erneut zu versuchen.
- Eine gewisse Variabilität. Bei ein und derselben Aussage kann das Urteil von einer Analyse zur nächsten abweichen. Es handelt sich um einen Hinweis, nicht um ein endgültiges Verdikt.
Die Reibung zwischen den Modellen legt oft Asymmetrien in der Faktenzuverlässigkeit offen, doch die Nutzerin oder der Nutzer bleibt die letzte Instanz — genau das setzt das System Metamorfon voraus und schätzt es. Der Modus der Quellenprüfung ist eine Prüfhilfe, keine abschließende Wahrheit: er hebt Punkte hervor, die es zu erhärten lohnt, ohne die menschliche Arbeit des Verifizierens und des Gegenprüfens zu ersetzen. Bei Sessions mit hohem Faktendichteanteil bleibt es robuster, sich der Prüfung aus mehreren Blickwinkeln zu nähern, als sich auf eine einzige Quelle zu stützen — dieselbe Logik der erkenntnistheoretischen Vielfalt, die Metamorfon zwischen den Modellen antreibt, gilt auch für die Prüfung selbst.
Sessions lassen sich zudem als Markdown und DocX exportieren, was ihre Durchsicht, Annotation und weitere Erhärtung erleichtert.